Bun2 AsiaWorld
ASIANmännchen

1940 musste Frankreich, nach seiner Kapitulation im 2. Weltkrieg, die japanische Besetzung seiner Kolonie Vietnam zulassen. Die kommunistische Bewegung Vietminh Front (Abkürzung für Viet Nam Doc Lap Dong Minh, Liga für die Unabhängigkeit Vietnams) organisierte sich schon während des Krieges - mit verdeckter Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika - und bereitete einen Aufstand vor. Als sich die Japaner im August 1945 den Alliierten ergaben, erhoben sich in ganz Vietnam unter Ho Chi Minh die Truppen der Vietminh und erklärten in Hanoi die Errichtung der Demokratischen Republik Vietnam (DRV).

1946 führten Zusammenstöße zwischen der französischen Kolonialarmee und den Streitkräften Hos zum so genannten Indochina-Krieg. 1949 richtete Frankreich in Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt) eine Regierung unter dem früheren Kaiser ein. Der Krieg dauerte bis 1954, als die Franzosen in der Schlacht um Đien Biên eine Niederlage erlitten.

Um den Frieden zu sichern, wurden im Juli 1954 die so genannten Genfer Verträge unterzeichnet, die u. a. die vorübergehende Teilung Vietnams in Nord und Süd entlang des 17. Breitengrades als Vorbereitung für landesweite Wahlen 1956 vorsahen. Das Regime im Süden, unter Premierminister Ngo Dinh Diem (der antifranzösisch, aber proamerikanisch eingestellt war), lehnte das Abkommen ab. 1955 erklärte Diem sich selbst zum Präsidenten der Republik Vietnam und weigerte sich, Wahlen abzuhalten. Es kam zu einem Guerillakrieg zwischen dem Norden und Süden des Landes.

1961 verstärkte die Regierung der Vereinigte Staaten von Amerika unter John F. Kennedy ihre Unterstützung Südvietnams, da man eine kommunistische Machtübernahme befürchtete. Zwischen 1961 und 1964 stieg die Zahl der amerikanischen "Military Advisers" (Militärberater), die der südvietnamesischen Regierung im Kampf gegen die kommunistische Nationale Befreiungsfront (NLF) helfen sollten, von 2 000 auf 23 000 an. 1965 ordnete der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson Luftangriffe auf den Norden an. Der Krieg dehnte sich auf Laos und Kambodscha aus, und die amerikanische Luftwaffe begann damit, Laos, Kambodscha und die südvietnamesischen Gebiete, die in der Hand der NLF waren, großflächig zu bombardieren. 1968 zeigte die so genannte Tet-Offensive, dass die südvietnamesische Regierung in ihrem eigenen Territorium keinen Rückhalt mehr bei der Bevölkerung hatte und die Sicherheit nicht mehr aufrechterhalten konnte.

Der Vietnamkrieg endete mit dem Rückzug der amerikanischen Truppen und dem Fall Saigons im April 1975. Der Name der Stadt wurde offiziell in Ho-Chi-Minh-Stadt geändert, aber viele Vietnamesen nennen sie immer noch Saigon. Die drei Länder Indochinas - Vietnam, Laos und Kambodscha - wurden kommunistisch. Etwa drei Millionen Menschen flohen ins Ausland; diejenigen, die blieben, durchlebten Jahre der Armut, Isolation und Unterdrückung.

1976 wurden die beiden Teile Vietnams offiziell zur Sozialistischen Republik Vietnam wieder vereinigt. Die Vereinigten Staaten von Amerika erkannten die neue Regierung nicht an und weigerten sich, diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Bis vor kurzem war Vietnam von der westlichen Welt relativ isoliert.

Nach Kriegsende griffen Truppen der Roten Khmer aus Kambodscha wiederholt Provinzen im Süden Vietnams an. Im Dezember 1978 marschierte Vietnam in Kambodscha ein, stürzte das Pol-Pot-Regime und setzte eine Hanoi-freundliche Regierung ein. Daraufhin kam es 1979 zu einer chinesischen Invasion in Vietnam, die jedoch zurückgeschlagen werden konnte. Erst 1989 zogen sich die Vietnamesen aus Kambodscha zurück. Seit 1986 konzentriert sich Vietnam verstärkt auf seine innere Entwicklung. 1986 initiierte der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, Nguyen Van Linh, das Programm Đôi Moi (Erneuerung), das u. a. die zentrale Planwirtschaft beenden und Aktivitäten im privaten Sektor (darunter auch Investitionen aus dem Ausland) fördern soll. Erst seit 1989 hat Đôi Moi größere Bedeutung erlangt.

Nach dem Abzug aus Kambodscha wurde der Kontakt mit den Vereinigten Staaten von Amerika erneuert. 1991 eröffneten die Vereinigten Staaten von Amerika eine diplomatische Vertretung in Hanoi, um die Suche nach vermissten US-Soldaten zu koordinieren - im August 1995 galten immer noch 1615 amerikanische Soldaten als vermisst - und den Weg für eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen zu ebnen. Im Februar 1994 wurde schließlich das Wirtschaftsembargo aufgehoben. Vietnam hat außerdem ein Abkommen über regionale Zusammenarbeit unterzeichnet, das der Vollmitgliedschaft in der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) vorausgehen soll. Die ASEAN war 1967 gegründet worden, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedsstaaten zu fördern, aber auch, um eine von Vietnam ausgehende Verbreitung des Kommunismus zu verhindern.

Vietnam ist weiterhin mit China über den Status der Paracel-Inseln uneinig; außerdem gibt es Unstimmigkeiten mit China, Taiwan, Brunei, Malaysia und den Philippinen über die Spratly-Inseln.

mehr Info’s unter vietnam-freunde.net

HOME - HISTORY - DO SANH - WAR - CITYS - PHARMACY - VISUM - LINKS - VIETNAM BÜCHER
Saigon - Cu Chi - Hai Phong - Ha Long Bay - Chau Doc